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"Das Engagement für den Dialog mit der Öffentlichkeit darf dem wissenschaftlichen Ruf nicht abträglich sein, es sollte zu einem zusätzlichen Merkmal wissenschaftlicher Reputation werden."

PUSH-Memorandum, 1999

Öffentliche Wissenschaft – Ein notwendiger Dialog

Forschung öffentlich und für jedermann? Die „Öffentliche Wissenschaft“ möchte einem breiten Publikum komplexe Themen in verständlicher Form nahe bringen.
Menschen stehen im Foyer

Der Name ist Programm: Bei der Öffentlichen Wissenschaft gilt es, einem fachfremden Publikum neue Forschungserkenntnisse und -fragen zugänglich zu machen. Das Vorhaben lässt sich nicht auf die Bereitstellung von Informationen beschränken. Schließlich hat ein Mehr an Wissen keinesfalls automatisch eine höhere Akzeptanz von Wissenschaft zur Folge. Erst eine gemeinsame Sprache kann zum Verständnis führen. Eine Abkehr vom Fachchinesisch also? Ja, aber nicht auf Kosten der Inhalte.

Neben der Beseitigung von Sprachbarrieren, gilt es auch den praktischen Zugang zur Wissenschaft zu vereinfachen. Nicht jeder traut sich, Experten anzusprechen oder öffentliche Angebote der Forschungseinrichtungen anzunehmen. Hier setzt die Öffentliche Wissenschaft an. Mit Vorträgen, Diskussionen, Ausstellungen oder Workshops geht sie auf die Bürger zu – raus aus den Institutionen, rein in die Rathäuser, Konzertsäle oder Schulen. Und auch hier verfolgt sie das Gebot der Zugänglichkeit, nicht der Verflachung. Wissenschaft wird nicht zu einem einseitigen Event stigmatisiert und lediglich für PR-Kampagnen gebraucht. Das Ziel heißt Transparenz und Dialog.

Da zu einem Dialog zwei Beteiligte gehören, trägt die Öffentliche Wissenschaft auch Impulse aus der Gesellschaft an die Forschung heran. Grundlegende Kenntnisse der Fragen und Meinungen innerhalb der Bevölkerung sind für Wissenschaftler unbedingt vonnöten. Eine fehlende Interaktion mit den Bürgern schadet einer demokratischen Legitimation von Wissenschaft.